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Neue Rettungswache in Großthiemig offiziell eingeweiht

Amt Elsterland, den 25.​08.​2026

Landkreis investierte 1,6 Millionen Euro in moderne Arbeitsbedingungen und eine verlässliche Notfallversorgung im Schradenland

Nach rund 15-monatiger Bauzeit ist die neue Rettungswache des Landkreises Elbe-Elster in Großthiemig offiziell ihrer Bestimmung übergeben worden. Landrat Marcel Schmidt und Sebastian Weiss, Werkleiter des Eigenbetriebs Rettungsdienst, weihten den Neubau am 24. August 2026 gemeinsam mit Gästen und am Bau Beteiligten am neuen Standort in der Straße zum Stützpunkt 17 ein.
Mit der neuen Wache entstand ein moderner und funktionaler Rettungsdienststandort, der die organisatorischen Abläufe verbessert und den Beschäftigten zeitgemäße Arbeitsbedingungen bietet. Gleichzeitig stärkt der Neubau die schnelle und bedarfsgerechte rettungsdienstliche Versorgung im Schradenland. Die Wache ist nach Burxdorf und Bad Liebenwerda bereits der dritte Neubau im Rettungswachenbereich Elsterwerda/Bad Liebenwerda und insgesamt der elfte neue Rettungswachenstandort, den der Landkreis seit 2010 errichtet hat.
Die Bauarbeiten hatten am 17. März 2025 begonnen. Am 24. Juni 2025 war mit einer symbolischen Grundsteinlegung ein weiterer wichtiger Meilenstein für das Bauvorhaben gesetzt worden. Der Neubau löste den bisherigen Standort in der Hauptstraße 31 ab, dessen räumliche und hygienische Bedingungen nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprachen.
„Mit der neuen Rettungswache investieren wir nicht nur in ein Gebäude, sondern vor allem in die Sicherheit der Menschen und in gute Arbeitsbedingungen für diejenigen, die jeden Tag Verantwortung für andere übernehmen“, sagte Landrat Marcel Schmidt anlässlich der Einweihung. „Gerade in einem Flächenlandkreis kommt es darauf an, den Rettungsdienst so aufzustellen, dass schnelle Hilfe zuverlässig dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Der Standort Großthiemig ist dafür ein wichtiger Baustein.“

Moderne Bedingungen für den Rettungsdienst
Der neue Rettungswachenkomplex verfügt über einen Garagenstellplatz für einen Rettungswagen sowie über Aufenthalts- und Ruheräume, Sanitärbereiche, einen Desinfektionsraum und einen Büroraum für administrative Aufgaben und die Tätigkeit der Funktionsträger. Lagerflächen für Verbrauchsmaterialien, Medikamente und weitere Einsatzmittel ermöglichen zudem eine fachgerechte Vor- und Nachbereitung des Rettungsfahrzeuges. Bereits bei der Grundsteinlegung war der Neubau gezielt auf die betrieblichen und hygienischen Anforderungen eines modernen Rettungsdienstes ausgerichtet worden.
Für den Neubau plante der Eigenbetrieb Rettungsdienst des Landkreises Elbe-Elster in den Jahren 2025 und 2026 Investitionen in Höhe von insgesamt 1,6 Millionen Euro ein.
„Eine moderne Rettungswache muss sowohl den Anforderungen der Notfallversorgung als auch den Bedürfnissen unserer Beschäftigten gerecht werden“, erklärte Werkleiter Sebastian Weiss. „Mit Großthiemig haben wir einen Standort geschaffen, an dem unsere Einsatzkräfte unter zeitgemäßen Bedingungen arbeiten und sich bestmöglich auf ihre Einsätze vorbereiten können.“
An Planung, Baubegleitung und Umsetzung waren neben dem Immobilienmanagement des Landkreises zahlreiche Unternehmen beteiligt. Die Tiefbau-, Rohbau- und Putzarbeiten führte PS Bau Peter Säring aus Ortrand aus. Weitere Leistungen übernahmen Parkett Giesche, Fischer Flachdach, die Kollesser Kunststoff- und Metallbau GmbH, der Meisterbetrieb Dirk Fellenberg, Hauffe Industrietore GmbH, Herzog Heizung und Sanitär GmbH, MBH-Elektrotechnik, Tischlerei Müller, jakober GmbH, Zimmermann GmbH & Co. KG sowie YG Bau und Baustoff GmbH.

Rund um die Uhr einsatzbereit
Mit der Einweihung nahm die Rettungswache Großthiemig am 24. August ihren regulären Betrieb auf. Sie wird ganzjährig an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr besetzt. Jeweils eine Notfallsanitäterin beziehungsweise ein Notfallsanitäter und eine Rettungssanitäterin beziehungsweise ein Rettungssanitäter besetzen im Schichtdienst den am Standort stationierten Rettungswagen.
Damit trägt die neue Wache dazu bei, die gesetzlich vorgegebene Hilfsfrist zuverlässig einzuhalten. Diese sieht vor, dass in mindestens 95 Prozent aller hilfsfristrelevanten Einsätze innerhalb von 15 Minuten nach Eingang des Notrufes Hilfe am Einsatzort eintreffen soll. Bereits bei der Grundsteinlegung hatte der Landkreis die besondere Bedeutung des Standortes für die Versorgung Großthiemigs, des Schradenlandes und angrenzender Gebiete hervorgehoben.

Elf neue Rettungswachen seit 2010
Der Neubau in Großthiemig setzte das langfristige Investitionsprogramm des Landkreises für eine leistungsfähige Rettungsdienstinfrastruktur fort. Seit 2010 entstanden bereits neue Rettungswachen in Finsterwalde, Uebigau, Doberlug-Kirchhain, Herzberg, Bad Liebenwerda, Schönewalde, Oppelhain, Sonnewalde, Schlieben und Burxdorf. Großthiemig ist nun der elfte Standort.
Mit den Neubauten verfolgt der Landkreis zwei zentrale Ziele: Die Einsatzkräfte sollen moderne, funktionale und den Anforderungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes entsprechende Bedingungen erhalten. Gleichzeitig müssen die Rettungswachen so im Kreisgebiet verteilt sein, dass die Bevölkerung auch in einem weitläufigen ländlichen Raum schnell und zuverlässig erreicht werden kann. Die neue Rettungswache in Großthiemig verbindet beide Anforderungen und stärkt damit dauerhaft die rettungsdienstliche Versorgung im südlichen Landkreis.

Fotos: Pressestelle Kreisverwaltung/Tilo Wanka
Landrat Marcel Schmidt (l.) überreicht Sebastian Weiss, Werkleiter des Eigenbetriebs Rettungsdienst, symbolisch den Schlüssel für die neue Rettungswache in Großthiemig.

 

 

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