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Bauernmuseumsverein Lindena e.V.

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Dorfstr. 79 a
03253 Schönborn OT Lindena

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Das Bauernmuseum Lindena ist 1986/87 mit viel Enthusiasmus durch Lehrer Jürgen Tuband und einer Gruppe Schüler entstanden. In dem ca. 400 Jahre altem Gehöft wird das bäuerliche Leben im 18. Jahrhundert dargestellt. Der im Jahre 2004 gegründete Bauermuseumsverein e.V. führt alte Traditionen wie das Klemmkuchenbacken zu Maria Lichtmess, Schlachte- oder Erntefeste durch.

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Aktuelle Meldungen

25 Jahre Bauernmuseum 1987-2012

(08.11.2012)

Das Bauernmuseum in Lindena blickt auf 25 Jahre zurück.

19 87 war das Geburtsjahr. Es begann mit  schwerer körperlicher Arbeit, wie Entrümpeln, Steine schleppen, Mauern ausbessern, Putzen, Malern, Reparieren, Dacharbeiten, dem Entfernen verschimmelter Futtermittel aus den Räumen, Dielen scheuern usw. Der große Garten musste urbar gemacht werden. Als alles geschafft war,  öffneten sich zum ersten Mal die Türen der Heelemannschen Bauernwirtschaft für die Öffentlichkeit. Das Bauernmuseum war geboren und nannte sich anfangs „Bauernstube“.

Voller Stolz standen die Mädchen und Jungen der Arbeitsgemeinschaft (AG) „Junge Historiker“

mit ihrem Leiter, dem Geschichtslehrer Jürgen Tuband, vor dem Haus und lauschten den ehrenden Worten des damaligen Bürgermeisters, Herrn Wülknitz. Sie freuten sich, dass ihr unermüdlicher Einsatz auch durch die  zahlreich erschienenen Gäste Anerkennung fand.

Der Anfang war geschafft. Die Idee des Ehepaares Tuband, Altes zu erhalten und Neues zu gestalten, um den nächsten Generationen zu zeigen, wie die Bauern früher gelebt und gearbeitet  haben, welche Bräuche sie pflegten, war Wirklichkeit geworden.

Aber noch viel Arbeit lag vor ihnen, denn es waren noch nicht alle Räume im alten Umgebindehaus

eingerichtet. Wieder wurden die Ärmel hochgekrempelt und in Folge wurden auch die

Ställe und  Hofanlagen vor dem Verfall gerettet.  Finanziell unterstützt wurde das Projekt von der VdgB und anderen Sponsoren.

Die Eltern der AG-mitglieder schimpften nicht, wenn ihre Kinder verspätet mit verschmutzten Sachen, zerrissenen Hosen und verstaubten Schuhen nach Hause kamen. Sie waren davon überzeugt, ihre Kinder taten etwas Sinnvolles! Sie wunderten sich auch nicht, wenn immer mehr alter Hausrat und landwirtschaftliche Geräte von Dachböden, Kellern und Schuppen verschwanden.

In der Bauernstube fand es sich im „alten Glanz“ wieder.

Ein sehr beachtlicher Fundus von Ackergeräten, Erntemaschinen, Möbel, Hausrat, Sachen Spielzeug etc. wurde zusammengetragen.

In den 90iger Jahren wurde auf dem Dachboden ein altes Schulzimmer eingerichtet. Die Besucher,

ob jung oder alt sitzen gern auf den alten Bänken, schreiben auf den Schiefertafeln oder bekommen

den Rohrstock zu „spüren“. Die älteren Besucher erinnern sich dabei an ihre Kindheit  und erzählen lustige Anekdoten, die jüngeren wundern sich, dass ihre Eltern bzw. Großeltern trotz der spärlichen Unterrichtsmittel, der einseitigen Unterrichtsmethoden und der Unterrichtsorganisation  – mehrere Klassen wurden gleichzeitig unterrichtet -, so viel wissen.

Die Besucherzahlen nahmen stetig zu.

Vor allem die Kinder finden “das Museum zum Anfassen“ interessant.

Großen Anklang bei Dorf- und anderen Festen  fanden die historischen Modenschauen unter der Leitung von Eva Tuband. Die“ Models“ der AG, später die Vereinsmitglieder, beeindruckten  in alter Nacht- und Unterwäsche, Arbeits- und Ausgehsachen sowie mit Hochzeitskleidung.

Als Anerkennung für ihre  Einsätze wurden die AG-mitglieder mit einer Reise nach Moskau ausgezeichnet. Das war damals eine ganz besondere Ehrung.

1993 verstarb plötzlich im Alter von 53 Jahren der sehr engagierte und beliebte Leiter der AG, Herr Tuband. Die Trauer im ganzen Dorf war groß. Wie sollte es nun mit dem Museum weiter gehen?

Ein „Natur- und Heimatverein“  wurde gegründet und der Fortbestand zunächst erst mal gesichert – AGs gab es  nicht mehr. Dieser Verein war nicht lange aktiv. Die Jugendlichen aus der Gründerzeit waren zur Ausbildung oder zum Studium, es wurden andere Prioritäten gesetzt. Jeder wollte seinen Platz in der neuen BRD finden.

Arno Goltz war aus einem sehr aktiven Arbeitsleben ausgestiegen und suchte gerade in der damaligen Zeit nach einer neuen Herausforderung. Mit ganzer Kraft setzte er sich für den Fortbestand des Museums ein.

Mitte der 90iger Jahre wurden die Gebäude mit Förder- und Eigenmittel der Gemeinde umfangreich

saniert, das Museum wurde immer mehr zum attraktiven Anziehungspunkt in Lindena.

 Arnos Einsatz haben wir es zu verdanken, dass die baufällige Bauernscheune vom geplanten Abriss verschont blieb, Fürsprecher war auch der CDU Bundestagsabgeordnete  Michael Stübgen. Nach der dann später folgenden Sanierung ist  die Scheune zum kulturellen Zentrum des Ortes geworden.  Wir feiern  dort jährlich das Klemmkuchen- und Erntefest sogar Trauungen finden hier statt.

2004 wurde ein neuer Verein gegründet, der  „Bauernmuseumsverein Lindena e.V. , der inzwischen 32 Mitglieder zählt. Das Ziel dieses Vereins besteht darin, alte Traditionen zu pflegen.

Wir führen die jährlich 1000 bis 2000 Besucher durch das Museum, versorgen die Besucher mit Waffeln oder Klemmkuchen, organisieren die Feste und treffen uns des Öfteren zu Arbeitseinsätzen.

Monatlich finden wir uns alle zur Spinte zusammen und führen die unterschiedlichsten Unternehmungen durch.

In diesem Jahr haben Schüler der Fachschule Sozialpädagogik vom Oberstufenzentrum Elbe – Elster die Spiellandschaft neu gestaltet. Sie lädt vor allem die Kleinen zum Spielen mit den Puppenhäusern, Kaufmannsläden bzw. den zahlreichen Puppen ein. Im Sommer werden für

die Kinder auch traditionelle Wettkämpfe oder historische Beschäftigungen angeboten.

Wir wünschen uns und dem Museum noch viele Jahre und ausreichend  Besucher.

Die Gründungsmitglieder können sich schon jetzt den 2. Februar 2013 vormerken, an diesem Tag wird die Jubiläumsfeier nachgeholt.

 

Bauernmuseumsverein

Lindena e. V.

Foto zur Meldung: 25 Jahre Bauernmuseum 1987-2012
Foto: 25 Jahre Bauernmuseum 1987-2012


Veranstaltungen

02.02.​2019
14:00 Uhr
 
 

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