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Amt Elsterland
 
 
 
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Bauernmuseum Lindena

Bauernmuseum Lindena

Das in einem gemeindeeigenen Gehöft gelegene Museum, konnte durch die Förderung der Dorferneuerung in seinem baulichen Zustand deutlich verbessert werden. Aus kultureller Sicht hat es für die umliegenden Schulen, Kindereinrichtungen u.a. einen hohen Stellenwert. Nicht zuletzt sind es hauptsächlich die Schulen, die das Angebot des Museums konsequent nutzen und an Wandertagen eine Radtour hierher unternehmen, um Einblicke in das tägliche Leben und Arbeiten der ländlichen Bevölkerung auf einem Bauernhof erhalten.Den Kindern wird besonders das mit originalen Schulbänken und Schiefertafeln eingerichtete Klassenzimmer gefallen. Ein neues Highlight ist die Teilnahme an einer Schulstunde „Wie zur Kaiserzeit“.

Nach telefonischer Absprache werden Führungen durchgeführt, welche für alle Gäste einen erfahrenswerten Eindruck hinterlassen werden. Um etwas "mehr Leben" in die ehemaligen Räume zu bringen, treffen sich die Mitglieder des Vereins monatlich zu einem sogenannten Spinteabend. Dann wird gestrickt, gestickt, gehäkelt und einfach nur geplaudert.
Jedes Jahr zu Lichtmess am 2. Februar, sind Alt und Jung zum Klemmkuchenfest in die Bauernscheune eingeladen. Dabei kann man persönlich miterleben, wie in früherer Zeit mit einem "Klemmeisen" dieser Kuchen " geklemmt" wurde- ein Brauch, der hier gepflegt wird. Am letzten Sonntag im September wird Erntefest gefeiert.

 

Anmeldung

Voranmeldung ist immer notwendig

Dauer
Führung ca. 1,5 Stunden

Unterrichtsstunde 45 min

Preise in EUR
Erwachsene 2,50 €, Kinder bis 14 Jahre 2,00 € 

Unterrichtsstunde 0,50 € pro Person

Leistungen
Führung durch das Bauernmuseum, Unterrichtsstunde  „Wie zur Kaiserzeit“,
auf Wunsch frische Waffeln und Getränke

Teilnehmerzahl
min. 6 Personen
max. 20 Personen pro geführte Gruppe

 

NEU- Klassenticket der Sparkasse Elbe-Elster nun auch für das Bauernmuseum möglich.

Hier gelangen Sie zum Klassenticket.

Klasenticket

 

 

 

Dorfstr. 19
03253 Schönborn OT Lindena

Telefon (035326) 98110
Mobiltelefon (0174) 2173185

Öffnungszeiten:
Anmeldung unter 035326/98110 oder 0174/2173185


Veranstaltungen

02.02.​2019
14:00 Uhr
 

Gastroangebote

29.09.​2019 bis
29.09.​2019
Erntefest im Bauernmuseum Lindena
[mehr]
 

Aktuelle Meldungen

Klassenticket jetzt auch für das Bauermuseum in Lindena

(03.04.2017)

Das Bauernmuseum Lindena ist in die Liste der Einrichtungen aufgenommen worden, deren Besuch durch die Sparkassenstiftung mit dem „Klassenticket Elbe-Elster“ gefördert wird. Schulklassen aus dem Elbe-Elster-Kreis können, im Rahmen eines Wandertages oder einer Exkursion, auf dem Dreiseitenhof das Leben einer typischen Bauernfamilie vor ca. 100 Jahren kennenlernen und eine Schulstunde „Wie zur Kaiserzeit“ absolvieren. Der Besuch wird mit 3,00€ pro Schüler gefördert.

Anlässlich des Besuchs von Rückersdorfer Grundschülern besiegelten der Stiftungsvorstand Thomas Hettwer, der Bürgermeister Daniel Mende und die Vertreter des Bauernmuseumsverein die Aufnahme des Bauermuseums als Partnereinrichtung für das Klassenticket.

Die 4. Klasse der Grundschule Rückersdorf nutzte die Gelegenheit und das schöne Wetter als Wandertag und kam zu Fuß nach Lindena.

Vor Beginn der Schulstunde wurden die Schüler durch die strenge Lehrerin Erika Boden, erst einmal mit Schürzen, Haarschleifen, Matrosenkragen und alten Schulranzen auf den Unterricht „Wie vor 100 Jahren“ eingestimmt.

 

 

 

Foto zu Meldung: Klassenticket jetzt auch für das Bauermuseum in Lindena

25 Jahre Bauernmuseum 1987-2012

(08.11.2012)

Das Bauernmuseum in Lindena blickt auf 25 Jahre zurück.

19 87 war das Geburtsjahr. Es begann mit  schwerer körperlicher Arbeit, wie Entrümpeln, Steine schleppen, Mauern ausbessern, Putzen, Malern, Reparieren, Dacharbeiten, dem Entfernen verschimmelter Futtermittel aus den Räumen, Dielen scheuern usw. Der große Garten musste urbar gemacht werden. Als alles geschafft war,  öffneten sich zum ersten Mal die Türen der Heelemannschen Bauernwirtschaft für die Öffentlichkeit. Das Bauernmuseum war geboren und nannte sich anfangs „Bauernstube“.

Voller Stolz standen die Mädchen und Jungen der Arbeitsgemeinschaft (AG) „Junge Historiker“

mit ihrem Leiter, dem Geschichtslehrer Jürgen Tuband, vor dem Haus und lauschten den ehrenden Worten des damaligen Bürgermeisters, Herrn Wülknitz. Sie freuten sich, dass ihr unermüdlicher Einsatz auch durch die  zahlreich erschienenen Gäste Anerkennung fand.

Der Anfang war geschafft. Die Idee des Ehepaares Tuband, Altes zu erhalten und Neues zu gestalten, um den nächsten Generationen zu zeigen, wie die Bauern früher gelebt und gearbeitet  haben, welche Bräuche sie pflegten, war Wirklichkeit geworden.

Aber noch viel Arbeit lag vor ihnen, denn es waren noch nicht alle Räume im alten Umgebindehaus

eingerichtet. Wieder wurden die Ärmel hochgekrempelt und in Folge wurden auch die

Ställe und  Hofanlagen vor dem Verfall gerettet.  Finanziell unterstützt wurde das Projekt von der VdgB und anderen Sponsoren.

Die Eltern der AG-mitglieder schimpften nicht, wenn ihre Kinder verspätet mit verschmutzten Sachen, zerrissenen Hosen und verstaubten Schuhen nach Hause kamen. Sie waren davon überzeugt, ihre Kinder taten etwas Sinnvolles! Sie wunderten sich auch nicht, wenn immer mehr alter Hausrat und landwirtschaftliche Geräte von Dachböden, Kellern und Schuppen verschwanden.

In der Bauernstube fand es sich im „alten Glanz“ wieder.

Ein sehr beachtlicher Fundus von Ackergeräten, Erntemaschinen, Möbel, Hausrat, Sachen Spielzeug etc. wurde zusammengetragen.

In den 90iger Jahren wurde auf dem Dachboden ein altes Schulzimmer eingerichtet. Die Besucher,

ob jung oder alt sitzen gern auf den alten Bänken, schreiben auf den Schiefertafeln oder bekommen

den Rohrstock zu „spüren“. Die älteren Besucher erinnern sich dabei an ihre Kindheit  und erzählen lustige Anekdoten, die jüngeren wundern sich, dass ihre Eltern bzw. Großeltern trotz der spärlichen Unterrichtsmittel, der einseitigen Unterrichtsmethoden und der Unterrichtsorganisation  – mehrere Klassen wurden gleichzeitig unterrichtet -, so viel wissen.

Die Besucherzahlen nahmen stetig zu.

Vor allem die Kinder finden “das Museum zum Anfassen“ interessant.

Großen Anklang bei Dorf- und anderen Festen  fanden die historischen Modenschauen unter der Leitung von Eva Tuband. Die“ Models“ der AG, später die Vereinsmitglieder, beeindruckten  in alter Nacht- und Unterwäsche, Arbeits- und Ausgehsachen sowie mit Hochzeitskleidung.

Als Anerkennung für ihre  Einsätze wurden die AG-mitglieder mit einer Reise nach Moskau ausgezeichnet. Das war damals eine ganz besondere Ehrung.

1993 verstarb plötzlich im Alter von 53 Jahren der sehr engagierte und beliebte Leiter der AG, Herr Tuband. Die Trauer im ganzen Dorf war groß. Wie sollte es nun mit dem Museum weiter gehen?

Ein „Natur- und Heimatverein“  wurde gegründet und der Fortbestand zunächst erst mal gesichert – AGs gab es  nicht mehr. Dieser Verein war nicht lange aktiv. Die Jugendlichen aus der Gründerzeit waren zur Ausbildung oder zum Studium, es wurden andere Prioritäten gesetzt. Jeder wollte seinen Platz in der neuen BRD finden.

Arno Goltz war aus einem sehr aktiven Arbeitsleben ausgestiegen und suchte gerade in der damaligen Zeit nach einer neuen Herausforderung. Mit ganzer Kraft setzte er sich für den Fortbestand des Museums ein.

Mitte der 90iger Jahre wurden die Gebäude mit Förder- und Eigenmittel der Gemeinde umfangreich

saniert, das Museum wurde immer mehr zum attraktiven Anziehungspunkt in Lindena.

 Arnos Einsatz haben wir es zu verdanken, dass die baufällige Bauernscheune vom geplanten Abriss verschont blieb, Fürsprecher war auch der CDU Bundestagsabgeordnete  Michael Stübgen. Nach der dann später folgenden Sanierung ist  die Scheune zum kulturellen Zentrum des Ortes geworden.  Wir feiern  dort jährlich das Klemmkuchen- und Erntefest sogar Trauungen finden hier statt.

2004 wurde ein neuer Verein gegründet, der  „Bauernmuseumsverein Lindena e.V. , der inzwischen 32 Mitglieder zählt. Das Ziel dieses Vereins besteht darin, alte Traditionen zu pflegen.

Wir führen die jährlich 1000 bis 2000 Besucher durch das Museum, versorgen die Besucher mit Waffeln oder Klemmkuchen, organisieren die Feste und treffen uns des Öfteren zu Arbeitseinsätzen.

Monatlich finden wir uns alle zur Spinte zusammen und führen die unterschiedlichsten Unternehmungen durch.

In diesem Jahr haben Schüler der Fachschule Sozialpädagogik vom Oberstufenzentrum Elbe – Elster die Spiellandschaft neu gestaltet. Sie lädt vor allem die Kleinen zum Spielen mit den Puppenhäusern, Kaufmannsläden bzw. den zahlreichen Puppen ein. Im Sommer werden für

die Kinder auch traditionelle Wettkämpfe oder historische Beschäftigungen angeboten.

Wir wünschen uns und dem Museum noch viele Jahre und ausreichend  Besucher.

Die Gründungsmitglieder können sich schon jetzt den 2. Februar 2013 vormerken, an diesem Tag wird die Jubiläumsfeier nachgeholt.

 

Bauernmuseumsverein

Lindena e. V.

Foto zu Meldung: 25 Jahre Bauernmuseum 1987-2012