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Amt Elsterland
 
 
 

Gruhno

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Gruhno auf einen Blick Einwohner: 127  Fläche: 5,2 km² Entfernung von Doberlug: 6 km südwestlich (Stand: 2011)

Geschichte Der Ort Gruhno hat seinen ursprünglichen Namen den Kranichwiesen zu verdanken (abgeleitet Grunowe wahrscheinlich Kranichwiese). Mit der Zeit änderte sich nicht nur die Größe des Dorfes sondern auch sein Name. Gruhno entstand vermutlich zwischen 1200 und 1231, dem Jahr der urkundlichen Ersterwähnung des Ortes, im Zuge des Hochmittelalterlichen Landesausbaus als eine neue Ortsgründung des Klosters Dobrilugk. In dessen Besitz es bis 1541 blieb. Durch den Ort führten zwei wichtige Verbindungsstraßen, die Poststraße von Berlin nach Dresden sowie die Frankfurter Fuhrstraße. Die Gastwirtschaft, die auch Postkutschenwechselstation war, wird bereits im Jahre 1607 erwähnt. Auf einer um 1630 von Balthasar Zimmermann erstellten Flurkarte ist eine Wassermühle eingezeichnet und als Greger Richters Mülichen 1 gangk benannt. Diese Mühle stand an derselben Stelle wie die letzte Wassermühle, die noch bis Ende der 40er Jahre des 20. Jahrhunderts als Wasser-Mahl und Ölmühle in Betrieb war. 1985 wurden die Mühlengebäude abgerissen. Erwähnenswert ist heute noch der vorhandene Taufstein. Ein erstes eigenes Schulhaus erbaute man in Gruhno im Jahre 1803. Seit 1866 existieren Schülerverzeichnisse und 1888 beginnen die Aufzeichnungen der Schulchronik. Nach dem Abriss des ersten Schulhauses im Jahre 1875 fand 1876 der Bau des zweiten Schulgebäudes statt. Mit Abschaffung des Mehrstufenunterrichts erhielten die Gruhnoer Schüler ab 1967 wieder in anderen Orten Unterricht und die hiesige Schule wurde als Hilfsschule genutzt. Am 4. Juli 1970 wurde der Schulbetrieb gänzlich eingestellt.

Kultur Weite Wald- und Wiesenlandschaften beherrschen das Landschaftsbild von Gruhno. Der Ort hat heute nur eine kleine Dorfaue aufzuweisen, auf der früher das Armenhaus stand. In Gruhno wird der Pferdesport großgeschrieben. Der dortige Reit- und Fahrverein pflegt die Tradition des Pferdesports. In Gruhno befindet sich auch eine moderne Milchviehanlage der Agrargenossenschaft Oppelhain.

Homepage: www.gruhno-ee.de


Aktuelle Meldungen

Heimatforschung

(30.06.2014)

Seit Jahrzehnten ist Bernhard Wagner aus Gruhno mit Genealogie und gleichermaßen mit Heimatforschung befaßt. Im Rahmen seiner umfangreichen Arbeiten, hat er nunmehr auf seiner Homepage eine Niederlausitzer Fundgrube eingerichtet und darin eine Vielzahl von Originaldokumenten veröffentlicht. Enthalten sind unter anderem Auszüge aus der Zahnschen Chronik über die Geschichte des Klosters Dobrilugk, das Heimatbuch der Schule Brenitz, die Turmknopfurkunde von Frankena, die Turmknopfurkunde von Dobrilugk, Beiträge aus den „Neuesten Nachrichten“ von 1883/84 und vieles mehr. So ist bspw. in einigen Schreiben des Försters Anton Niemaier – einem Original seiner Zeit - auch die Niederlausitzer Mundart
Anfang des 18. Jh. wiedergegeben, wenn dieser sich wie folgt an den Herzog Heinrich von Sachsen-Merseburg wandte:

"Turglaugtigster Ferscht, gnedigster Herr! In unse Forscht is Sie e Schwein, so groß wie Sie, Turglaugt, in Ihren kanzen läben noch nich gesähn han. Und missen stränge Maasrecheln genumme wärn, das de Pestge nich so mechtig werd, sunst verliern mer, hol mich der Deubel, alle junge Zugt und da wärd uns der Hunt waß praten, wenn mer emol eene jagt mache wulle. Wie gesacht, gäbe Se Pefähl, das das Undeert wäck kümmt.
Ibbrigens verbläube ich mit hoch8ung Ihr underdänigster Förster Anton Niemaier."

Für Heimatforscher besonders interessant dürfte vor allem das mit dem Urbar von 1546 vermutlich älteste geschlossene Einwohnerverzeichnis des Dobrilugker Gebietes sein. Wer sich also mit der Geschichte seiner Vorfahren und der Region um Doberlug-Kirchhain beschäftigt, wird auf der Homepage von Bernhard Wagner viel zu entdecken haben.
http://www.wagner-b.de/Fundgrube-NL.html
 

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Auf den Spuren der Mönche von Dobrilugk

(10.06.2014)

Zu dem vielfältigen Angebot an Radwanderwegen im Landkreis Elbe-Elster ist nun eine weitere Route dazu gekommen. „Auf den Spuren der Mönche von Dobrilugk“ kann man auf einer Strecke von rund 38 km über Straßen, Rad- und Sandwege die unmittelbare Umgebung des ehemaligen Klosters „er - fahren“. Im Zuge des hochmittelalterlichen Landesausbaues erfolgte durch die Zisterziensermönche des Klosters Dobrilugk in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts, in Verbindung mit Bevölkerungsansiedlung und der Anlegung neuer Dörfer, die Urbarmachung von Land, die Errichtung einer Kirchenorganisation, die Einrichtung neuer Rechtsverhältnisse und der Einzug der Schriftlichkeit. Diesen Themen widmet sich der neue Radwanderweg, der von Doberlug über das ehemalige Vorwerk Schulz und die Klosterdörfer Lugau, Fischwasser, Gorden, Oppelhain, Friedersdorf, Gruhno und Lindena führt. Für diese Orte, inmitten des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft, hat der Naturpark von dem Kettensägenschnitzer Roland Karl aus Dobra hölzerne Mönchsfiguren anfertigen lassen, welche das Wirken der Mönche wiedergeben. So ist bspw. eine der Figuren mit landwirtschaftlichem Gerät dargestellt, was die Urbarmachung der Gegend symbolisiert, ein anderer Mönch trägt Fische, als Symbol für die von den Mönchen eingeführte Fischzucht. Das erste dieser Bildnisse ist am 27.05.2014 in Gruhno aufgestellt worden. Der Gruhnoer Mönch trägt, symbolisch für die Einführung der Schriftlichkeit, eine Schriftrolle, welche aber auch gut zu der 2010 veröffentlichten Chronik des Ortes passt. Bei der Aufstellung der Figur durch Roland Karl war auch der Leiter des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft, Lars Thielemann, anwesend. Herzlichen Dank allen Beteiligten für die Idee und Umsetzung. (E. Heinrich. Vors. Förderverein Gruhno e.V.)

Foto zu Meldung: Auf den Spuren der Mönche von Dobrilugk

Bekanntmachung des WAV

(26.11.2013)

Werte Bürgerinnen und Bürger der Gemeinden

 

Rückersdorf, Friedersdorf, Oppelhain und Gruhno!

 

Wegen dringend erforderlicher Umbauarbeiten an der Trinkwasserhauptleitung in Rückersdorf OT Friedersdorf kommt es

 

voraussichtlich am Montag, den 02.12.2013

 

in der Zeit von 08:30 Uhr bis 11:30 Uhr und 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr

 

zu einer Unterbrechung in der Trinkwasserversorgung.

 

Wir bitten Sie, sich für diese Zeit ausreichend mit Trinkwasser zu bevorraten und im o.a. Zeitraum kein Wasser aus Ihrer Hausleitung zu entnehmen.

 

Zur Sicherstellung, damit Sie kein Wasser in dem o. g. Zeitraum entnehmen, empfehlen wir Ihnen den Haupthahn vor Ihrem Wasserzähler zu schließen.

 

Sie verhindern damit das Einfließen von Luft in die Hausanschlussleitung und den Eintrag von gelösten Ablagerungsteilchen in Ihre Hausinstallation. Bei Nichtbeachtung können Beeinträchtigungen an Ihren Geräten wie z. B. Filter, Boiler, Waschmaschinen und Druckspüler auftreten.

 

Hinweis:

Es kann nach der Wiederinbetriebnahme der Leitung zu bräunlichen bis gelblichen Trübungen des Trinkwassers kommen.

Diese sind gesundheitlich unbedenklich.

 

Wir bedanken uns im Voraus für Ihr Verständnis für diese kurzzeitige Versorgungsunterbrechung.

 

Seidel

Verbandsvorsteher

 

Dorffest mit Glockenguß

(12.08.2013)

Am 07. und 08. September 2013 findet in Gruhno ein Dorffest mit einem ganz besonderen Höhepunkt statt, denn es wird direkt im Ort eine neue Kirchenglocke gegossen. Zu diesem Schauguß reisen eigens Glockengießer der Benediktinerabtei Maria Laach an. Das Fest Beginnt am Samstag, um 12.00 Uhr, mit den Elstertaler Blasmusikanten. Am Nachmittag finden Kirchenführungen statt, der Bauernmuseumverein Lindena sorgt mit einer nostalgischen Modenschau für Unterhaltung und es werden die Vorbereitungen zum Glockenguß getroffen. Damit bietet sich die einmalige Gelegenheit, den gesamten Gießvorgang in Augenschein nehmen zu können. Ab 16.00 Uhr wird die Glockenform gießfertig gemacht und in der Grube eingedämmt, wobei die einzelnen Arbeitsschritte von Bruder Michael Reuter aus Maria Laach kommentiert werden. Um 19.30 Uhr findet ein Lampion- und Fackelumzug statt. Der Glockenguß wird um 21.00 Uhr durchgeführt, so daß man den Vorgang bei begonnener Dunkelheit beobachten kann. Der Abend beschließt mit Musik und Tanz. Am Sonntag findet um 10.00 Uhr ein Festgottesdienst statt, der vom Generalsuperintendent, Herrn Martin Herche, gehalten wird. Danach werden Mantel und Kern von der Glocke entfernt und diese erstmalig angeschlagen. Jeder ist herzlich zu diesem Fest eingeladen. An beiden Tagen gibt es natürlich ein reichhaltiges Angebot an Essen und Getränken. Der Eintritt ist frei. Lassen Sie sich dieses besondere Ereignis nicht entgehen, Gruhno freut sich auf Ihren Besuch.

Foto zu Meldung: Dorffest mit Glockenguß

Benefizkonzert in der Gruhnoer Kirche

(19.09.2011)
Mit "Lustiger Tanz" von Hans Boll, dargeboten von den "Allegrettos" auf dem Akkordeon begann am Nachmittag des 17. September 2011 in der Gruhnoer Kirche ein Benefizkonzert der Musikschule "Gebrüder Graun" im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Musikschulen öffnen Kirchen". Die Veranstaltungen sollen helfen, die erforderlichen Mittel für notwendige Erhaltungsmaßnahmen an und in den Kirchen aufzubringen. Das Konzert in Gruhno, das unter der Schirmherrschaft der Kulturpolitischen Sprecherin Anja Heinrich stand, wurde zugunsten der dringend erforderlichen Restaurierung der Gruhnoer Schröther-Orgel veranstaltet. Mit den Worten: "Ist das nicht ein herrliches Gewusel", gab Eckhard Heinrich, der Vorsitzende des Fördervereins Gruhno, seiner Freude über die zahlreich erschienen Gäste Ausdruck, zu denen auch Landrat Christian Jaschinski gehörte. Die Kirche war so voll, daß im Gang zusätzliche Stühle aufgestellt werden mußten und das Publikum nahm die Darbietungen mit Begeisterung auf. Im Anschluß gab es, im neben der Kirche aufgestellten Zelt, Kaffee und Kuchen sowie einen Bücherbasar. Außer für die Orgelrestaurierung will sich der Förderverein Gruhno auch für die Sanierung des Kirchengebäudes einsetzen und hat sich bereits erfolgreich um den Förderpreis "Alte Kirchen Berlin-Brandenburg" beworben, welcher in einer Festveranstaltung am 23. September d.J. in Niederlehme übergeben wird. Darüber hinaus nutzte der Verein die Gelegenheit, um die Gäste auf ein weiteres Projekt aufmerksam zu machen. Dabei handelt es sich um den Erhalt eines denkmalgeschützten Fachwerkhauses, das, im Ensemble mit der Kirche, für das Dorfbild prägend ist. In dem Gebäude soll ein Ausstellungsmuseum eingerichtet werden und auf dem dazugehörigen Grundstück ein Kulturhof entstehen.

Foto zu Meldung: Benefizkonzert in der Gruhnoer Kirche

Gruhno hat gefeiert

(26.07.2011)

Bei gutem Wetter und noch besserer Stimmung wurde am 23. und 24. Juli 2011 in Gruhno das 780-ste Jahr der Ersterwähnung des Ortes gefeiert. Seit einem halben Jahr hatten Organisatoren und Helfer die Vorbereitungen getroffen und so war es ein rundum gelungenes Fest. Zur Eröffnung am Samstag ging es mit dem Festumzug vorbei an vielen geschmückten Häusern. Am Umzug, der von Erhard Auras als "Gemeindediener" mit einem 1920-er Militärfahrrad und einer Handglocke für Bekanntmachungen angeführt wurde, waren auch Vereine aus den Nachbardörfern Friedersdorf, Lindena und Oppelhain beteiligt. Dem "Gemeindediener" folgten der Spielmannszug "Sun-Pipers" aus Sonnewalde, die Schaubilder der Gruhnoer und der Vereine sowie Fahrzeuge der Agrargenossenschaft Oppelhain. Nach Ankunft auf dem Festplatz sorgten ein Rasentraktoren- Rennen, ein Volleyballturnier und eine nostalgische Modenschau des Bauernmuseumvereins Lindena für die weitere Unterhaltung der Gäste, die außerordentlich zahlreich erschienen waren. Dazu gehörten auch sehr viele ehemalige Gruhnoer, welche der Einladung folgten und die Gelegenheit nutzten, mit Freunden und Bekannten zu reden, die sie teilweise 40 oder gar 50 Jahre nicht gesehen hatten. Am Abend ließ sich mancher von "Susi und Günther", die an beiden Tagen die musikalische Unterhaltung übernommen hatten, zum Tanz begeistern.

Der Sonntag begann mit einem Gottesdienst auf dem Festplatz, der vom Posaunenchor der Trinitatiskirche Finsterwalde begleitet wurde. Anschließend folgten die Begrüßung durch den Bürgermeister Daniel Mende sowie Grußworte vom Amt Elsterland und der Kreisverwaltung.Am Nachmittag sorgten kostenlose Kutschfahrten und ein Frettchen-Zirkus für viel Vergnügen bei Groß und Klein. Darüber hinaus konnten sich die kleinen Gäste auf der Hüpfburg, bei Spielen und beim kostenlosen Ponyreiten vergnügen. An Gewerbeständen wurde altes Handwerk gezeigt und Schießstand, Kegelbahn, Kirchenführungen und ein Drehorgelorchester sorgten für weitere Unterhaltung. Höhepunkte am Sonntagnachmittag waren das Kutschen-Geschicklichkeitssfahren des Fahr- und Reitvereins Lindena und die Darbietungen des Tanzkreises Tempus Fugit.

Die Organisatoren - der Förderverein Gruhno, der Jugendclub Gruhno und interessierte Bürger -bedanken sich nochmals ganz herzlich bei allen Sponsoren und Gruhnoern, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben. Ein herzliches Dankeschön auch an den Bürgermeister und das Amt Elsterland.

Weitere Bilder vom Fest finden Sie unter www.gruhno-ee.de

Eine DVD vom Fest ist in Vorbereitung. Über die Fertigstellung wird auf der Website von Gruhno informiert - also ab und zu auf die Seite schauen.

Foto zu Meldung: Gruhno hat gefeiert