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Schilda

Vorschaubild

Schilda auf einen Blick
Einwohner: ca. 509

Fläche: 9 km²
Entfernung von Doberlug: 12 km westlich
(Stand: 2011)

Geschichte
Schilda befand sich zur Zeit der ersten urkundlichen Erwähnung im Besitz der Brüder Ileburg =Eilenburg (Dezember 1300 bis 1335). Im Jahre 1335 verkauften diese das Dorf dem Kloster Doberlug und Schilda wurde mit deutschen Siedlern besetzt. Bis 1541 blieb es in Besitz des Klosters. 1335 begann vom Kloster aus ein ergiebiger Weinbau und Kelterbetrieb. An das damalige Vorhandensein eines weiteren Weinberges erinnert noch das "Kellerhaus" am Wege von Schilda nach Langenaundorf. In der Folgezeit fielen die Weinpflanzungen weg und verschwanden im 19. Jahrhundert gänzlich.

Die Schildaer Kirche wurde 1450 erbaut. Nach kunstgeschichtlichen Angaben ist sie ein mittelalterliches Bauwerk mit rechteckigem Grundriss. Die Mauern sind aus Granitfindlingen und Raseneisenstein errichtet. Der fast quadratische Turm wurde später angebaut. Auch wenn der Ort wohl kaum das historische Schilda sein dürfte, offenbaren alte Überlieferungen die besondere Lebensweise der Leute. So sagt man, dass sie auf die unnütze Ausgabe von Fenstern auf die Kirchennordseite verzichteten. Um 1800 brachte der Raseneisenstein einen kleinen zusätzlichen Verdienst . Er wurde in das Eisenwerk Lauchhammer geliefert. Im April 1856 brannte die gesamte linke Seite des Dorfes nieder (südlich der Kirche).

Im Territorium der Gemeinde existierten in früheren Zeiten insgesamt 3 Ziegeleien. Die Ziegelherstellung wurde in den vergangenen Jahrhunderten sehr arbeitsintensiv betrieben. Anhand der Bevölkerungsentwicklung von 1900 bis 1910 sieht man, dass die Braunkohleindustrie für viele Bewohner die Haupterwerbsquelle wurde. Eine Blütezeit erlebt die Kohleindustrie noch einmal nach 1945. Aus dem Braunkohlewerk wurde später ein Betrieb des Landmaschinenbaus. Einen großen Umbruch im Erwerbsleben brachte die politische Wende 1989. Die Arbeitgeber in der nahen Umgebung, wie der Landmaschinenbau und Brikettfabriken, waren der Marktwirtschaft nicht rentabel genug und wurden geschlossen.

Kultur
Schilda ist ein attraktiver Wohnort in waldreicher Gegend. In den Sommermonaten zieht es in diesem waldreichen Gebiet viele Besucher zur Pilzsuche an. Die befestigten Radwege laden alle Naturliebhaber ein, die Umgebung noch besser kennen zu lernen. Nach der Wende wurde ein Spielplatz mit angrenzender Festwiese angelegt, worauf die Schildaer Bürger stolz sind.

Im Jahr 2000 feierte das Dorf sein 700 jähriges Bestehen. Schilda besitzt einen Fußballverein, einen aktiven Seniorenclub und einen Jugendclub. Auch die Freiwillige Feuerwehr des Ortes ist sehr aktiv.