Lindena

Bauernmuseum in Lindena
Lindena im Winter

Lindena Einwohner: 343 Fläche: 7 km² Entfernung von Doberlug: 2 km (Stand: 2020) Geschichte Lindena wurde erstmals urkundlich am 3. Mai 1228 erwähnt. Damals gehörte der gesamte Besitz dem Kloster. Die Lindenaer Kirche, eine basikale Anlage, stammt aus dieser Zeit. Von 1723 bis 1815 blieb das kurfürstliche Amt Dobrilugk (Doberlug) samt seinen Dörfern in der Hand der Herzöge von Sachsen. 1815 fiel das gesamte Gebiet der Niederlausitz an Preußen. Neben der althergebrachten Landwirtschaft hielt in Lindena Handwerk und Gewerbe ihren Einzug. Von 1740 bis 1790 führte Friedrich Seidel das Gasthofgewerbe ein, er soll das bekannte Biertrinkgefäß eingeführt haben. Anfang des 19. Jahrhunderts bekam Lindena eine Schule und der Vorplatz wurde mit Linden und Kastanien bepflanzt. Sein Ortsname hat etwas mit den Linden zu tun, da sie das Symbol der Lebenskraft, des Alters und der Liebe sind. 1975 belegte die Ortnamenforschung von Ernst Eichler das Lindena die Siedlung in der Lindenaue ist - eine lindenbewachsene Niederung an der kleinen Elster. Das Lindenaer Bauernmuseum, das 1986 durch die Initiative des Lehrers Jürgen Tuband und der AG "Junge Historiker" entstand, zieht viele Besucher aus nah und fern an. Kultur Lindena zieht sich entlang der Hauptstraße mit Gehöften und Grünflächen zu beiden Seiten hin. Auf der Ostseite wird die Gemeinde von mehreren Teichen umgeben. Die Kleine Elster fließt westlich daran vorbei. Die Neugestaltung des Platzes um das Denkmal und um den ehemaligen Konsum wurde im Rahmen einer Jugend AB- Maßnahme durchgeführt. Auch die neu gestaltete Rückersdorfer Straße und die Erneuerung der Gehwege sind wichtige geförderte Projekte. Lindena hat sich um die Zuerkennung des Titels: "Naturparkgemeinde des Jahres" beworben. Um Lindena herum gibt es ein Landschaftsschutzgebiet, welches sich "Grubensee der Rückersdorfer Heide" nennt. Dort gibt es auch Ökosysteme (Biotope) wie zum Beispiel: den Hammerteich und die Kiesgruben. Viele Biotope sind durch menschliche Nutzung entstanden, z. B. die Kies- und Lehmgruben und die Torfstiche. Das Feuchtwiesengebiet nördlich von Lindena entlang der kleinen Elster bietet dem Weißstorch ideale Lebensbedingungen. Durch den Braunkohleabbau entstand Bad Erna und der Hammerteich. Es gibt mehrere Teilseen, an deren hügeligen Ufern Bungalows stehen. Die Strandgaststätte hat auch außerhalb der Saison geöffnet. Vom Badesee in Richtung Doberlug-Kirchhain kommt man zur Hammermühle. Dort hat sich der Teichwirtschaftsbetrieb der Familie Keil angesiedelt, der den Hammerteich und die Lindenaer Teiche bewirtschaftet. Hier ist es auch möglich Angelkarten zu erwerben. Der Anglerverein bietet allen Freunden des Angelsports die nötige fachliche Betreuung. Die Sportgemeinschaft Lindena e.V. führt Wettkämpfe im Kegeln und Billard durch. Der Jugendclub bietet hilfreiche Unterstützung beim traditionellen Lindenblütenfest. Aller zwei Jahre wird vom Lanz-Bulldog-Club Lindena e.V. ein Treffen organisiert. Der Fahr- und Reitverein Lindena und Umgebung e.V. mit seinem zugehörigen Fanfarenzug, bietet interessante Angebote. So wird neben den Kranzreiten- Veranstaltungen auch an Umzügen teilgenommen. Das den Ortsnamen betonende Lindenblütenfest, ein sehr bekanntes Fest in der gesamten Region, wird alljährlich am 1. Augustwochenende veranstaltet. Seit 1993 findet bei diesem Fest das beliebte Kranzreiten mit Reit- und Fahrvorführungen des Reitvereins statt. Dabei sind sowohl die Gemeinde als auch unterschiedliche Vereine aktiv tätig.

Meldungen

Fr, 07. Juli 2017

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