Oppelhain

Oppelhain auf einen Blick

Einwohner: 328

Fläche: 17,4 km²

Entfernung von Doberlug: 7 km südöstlich

(Stand: 2020)

  

 

Geschichte

 

Das Dorf Oppelhain ist seit dem 7. Dezember 1297 urkundlich bekannt. Durch die große Anzahl von Bächen und Teichen und die daran angrenzenden Hanglagen sowie der große Wild- und Fischreichtum der Gegend war es damals leicht Anwohner zu finden.

 

Der Ortsname stammt vom slawischen Begriff "opaliti" ab, zu deutsch "abbrennen". Daher wird angenommen, dass Oppelhain gemeinsam von deutschen und slawischen Siedlern aufgebaut wurde, indem man ein großes Waldstück durch Brandrodung bebaubar machte. Unter der Leitung eines deutschen Locators erfolgte die Aufteilung der Flächen. Auch der Platz für die Kirche wurde dabei schon bedacht. Sie liegt auf einer natürlichen, kleine Anhöhe inmitten des Dorfes und ist eine der ältesten im Kreis. Der spätmittelalterliche, überputzte Findlingsbau mit seinem neuzeitlichen Anbau auf der Ostseite und seinem Glockenturm in der Achse der Westfront stammt aus Mitte des 17. Jahrhunderts. Im Inneren der Kirche befindet sich eine barock bemalte Bretterdecke und ein Dreiflügelaltar aus dem 15. Jahrhundert.

 

Weitere Denkmäler sind das alte Schulhaus von 1725, auch Werlitzhaus genannt und ein Kriegerdenkmal, das an die gefallenen Opfer der Kriege von 1864 bis 1945 erinnern soll. Auch ein altes Fachwerkhaus, welches vom Oppelhainer Bauhof rekonstruiert und genutzt wird und das Soldatengrab von 1945 am Weg von Oppelhain nach Fischwasser, eine einsame kleine Säule, erinnern heute noch an die schreckliche Zeit des Krieges. Die Oppelhainer Soldatengräber am Waldrand legen darüber Zeugnis ab, dass es in Oppelhain noch weitere Kriegstote zu beklagen gab.

 

Eine Wassermühle entstand vor dem Jahre 1863, als bei einer großen Trockenheit die Windmühle auf dem Berg abbrannte und die heutige Wassermühle am relativ stark wasserführenden Graben "Die Flösse" südlich des Ortes errichtet wurde. Seit dieser Zeit wird dieser Graben "Mühlgraben" genannt. 1967 wurde der Mahlbetrieb der Mühle eingestellt und bis 1990 gemahlener Gummi hergestellt. In der statistischen Aufzählung von 1864 werden neben der Windmühle, der Försterei, der Ziegelei und der Wassermühle auch noch eine große Pechhütte und eine kleine Pechhütte genannt.

 

In Oppelhain gründeten die Bauern 1952 die LPG " Friedrich Engels". 1976 bildete sich die Kooperative Abteilung Pflanzenproduktion (KAP) heraus und 1991 wurde daraus die Agrargenossenschaft. Sie umfasst 2000 ha landwirtschaftliche Nutzfläche, die sich über folgende Orte verteilt: Oppelhain, Rückersdorf, Friedersdorf, Gruhno, Schadewitz, Gorden, Sorno und Staupitz. In den Tierproduktionsanlagen werden Schweine, Rinder und Puten aufgezogen. Der in der Nähe vorhandene Braunkohlenbergbau war bis zur politischen Wende 1989 ein wichtiger Erwerbszweig der Oppelhainer Bürger.

 

Seit 1922 gibt es in Oppelhain eine eigene Feuerwehr und 1991 wurde eine Jugendfeuerwehr gegründet.

 

Kultur

 

Oppelhain befindet sich in waldreicher Gegend mit großen landwirtschaftlichen Flächen. Schon ein Blick auf die topographische Karte zeigt, dass Oppelhain zahlreiche Flüsse und Gräben zu verzeichnen hat. Hier  ist man ständig bemüht, Oppelhain touristisch noch attraktiver zu gestalten

 

So präsentiert der Kräutergarten auf 4000 Quadratmetern etwa 300 verschiedenen Heil- und Gewürzkräutern, die auch weit überregional herstammen. Ein besonderer Anziehungspunkt  ist die Paltrockwindmühle. Auf dem Mühlengelände gibt es nicht nur einen „Barfußpfad“ und einen „Max und Moritz Pfad“ zu erkunden, sondern dort findet auch zweimal jährlich, zu Pfingsten und im Oktober, der traditionelle Mühlenmarkt statt.  Bei bäuerlichem Markttreiben und traditionellem Handwerk rund um die Mühle kann der Besucher die vielfältigen Angebote genießen.

 

Seit Juli 2001 gibt es die Greifvogelstation. Die Mitarbeiter haben es sich zur Aufgabe gemacht hilfebedürftige Greifvögel aufzunehmen und zu versorgen.

 

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