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Amt Elsterland
 
 
 
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Offener Brief an Konzernleitung der Südzucker AG

08.02.2019

Landrat spricht sich zusammen mit Bürgermeistern und Amtsdirektoren im Landkreis für den Erhalt der Zuckerfabrik Brottewitz aus

 

Mit Fassungslosigkeit und Unverständnis ist im Landkreis Elbe-Elster die Nachricht aufgenommen worden, dass die Südzucker AG ihren Standort in Brottewitz offenbar schließen will. „Wir nehmen das nicht einfach hin, sondern werden alles in unserer Macht Stehende tun, damit das Unternehmen diesen Schritt mit einschneidenden Konsequenzen für die Region noch einmal überdenkt“, kündigte Landrat Christian Heinrich-Jaschinski an. Dazu gehört auch ein offener Brief, der von ihm zusammen mit Bürgermeistern und Amtsdirektoren aus der kommunalen Familie im Landkreis unterzeichnet wurde. Darin heißt es:

 

„Mit Fassungslosigkeit und Unverständnis haben wir die Pläne der Südzucker AG zur Schließung des Werkes in Brottewitz zur Kenntnis genommen. Gut 90 qualifizierte Fachkräfte mit ihren Familien, viele Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe und rund 400 Zuckerrübenanbauer wären von einer Schließung der einzigen Zuckerfabrik im Bundesland Brandenburg hart getroffen. Wir haben für diese Entscheidung keine rationale Erklärung, zumal es sich bei dem Werk in Brottewitz nach Konzernangaben um einen ‚wichtigen Industriestandort und Arbeitgeber für die Menschen der Region‘ handelt. Nicht zuletzt ist das Südzucker-Werk für die Region ein Symbol für Leistung und Tatkraft mit hohem Engagement für die Ausbildung junger Menschen. Deshalb wurde das Unternehmen erst unlängst für seinen Einsatz auf diesem Gebiet mit dem „AUSBILDUNGS-STAR 2017“ vom Landkreis gewürdigt. Wir appellieren eindringlich an Sie, alles in Ihrer Macht Stehende zu tun, um diese für die gesamte Region verheerende Entscheidung zur Schließung der Zuckerfabrik Brottewitz bei Mühlberg/Elbe rückgängig zu machen!“

 

Der offene Brief wurde mit den entsprechenden Unterschriften aus der Kreisverwaltung, den Ämtern, Städten und Gemeinden des Landkreises an die Konzernleitung in Mannheim abgeschickt.